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An historische Waldnutzung anknüpfen für Frauenschuh und andere gefährdete Arten lichter Wälder

Im MaLiWa-Projekt wurden in der Wintersaison 2025/2026 zahlreiche forstwirtschaftliche Naturschutzmaßnahmen erfolgreich umgesetzt: auf dem Kalmberg bei Ehrenstein, in Wäldern am Blassenberg bei Großkochberg bis Dermbach, in der thüringischen Rhön.

„Unser größtes Naturschutzprojekt ‚Management für Lichtwaldarten‘ liegt mir als Waldökologin besonders am Herzen. Wir sind richtig durchgestartet, um Tier- und Pflanzenarten der lichten Wälder Überlebenschancen zu geben. Der Frauenschuh ist ein gutes Beispiel: Er braucht lichtdurchflutete Wälder auf kalkhaltigen Böden, die sehr selten geworden sind“, erläutert Dr. Juliane Vogt, Projektleiterin des Lichtwaldartenprojekts und Leiterin der Natura 2000-Station Unstrut-Hainich/Eichsfeld der Wildtierland Hainich gGmbH. „Unsere Aktivitäten auf dem Kalmberg bei Ehrenstein (Stadtilm) zeigen unser Projektziel sehr gut: Der Wald wird durch die Entnahme von Unterholz aufgelichtet, Edellaubhölzer werden belassen, mit Verbissschutz geschützt und mit örtlichen Landwirt*innen wird eine Waldweide etabliert. So knüpfen wir an die historische Nutzung an, als die Bauern Unterholz als Brennholz nutzten, Werthölzer etablierten und im Herbst ihr Vieh in die Wälder trieben, um den Unterwuchs und Baumfrüchte wie Buchen und Eicheln als Futter zu nutzen“, so Vogt weiter.

Weitere Maßnahmen wurden im letzten Winterhalbjahr in Waldbereichen bei Dermbach in der thüringischen Rhön und bei Kleinbreitenbach (Plaue), am Blassenberg bei Großkochberg, im „Lachenwäldchen“ bei Heldburg, in einem Wald bei Kahla, auf dem Röhnberg bei Mühlberg und auf den Fahnerschen Höhen umgesetzt.

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